iv.1 wie Jürgen Berg am 12. Januar 2001 in der KMG-Mailingliste schrieb: »Und wenn man dann z.B. Winnetou III im reiferen Alter liest, dann weint man bei Winnetous Tod über das so tragische Ende, weil der gute Winnetou noch Christ werden mußte.« auf den in diesem § zitierten Absatz folgt in Winnetou III unmittelbar die im § 80 der Zitatensammlung von Winnetou III zitierte Stelle; vgl. Anm. #37 dort.
v.1 cf. prec.
v.2 Originalfußnote Karl Mays >>
v.3 der gesamte § ist höchst fragwürdig: eine Anleitung zum Fanatismus, zur Intoleranz!!!!! hier widerspricht May sich selbst total, denn aus den allermeisten seiner anderen Werke kennen und schätzen wir ihn als einen ganz anderen, ja dies gilt sogar für die ursprüngliche (1893) Fassung von Im Lande des Mahdi, die heutzutage nur in den ersten beiden Bänden sowie den ersten beiden kurzen Kapiteln des dritten Bandes der heutigen Pseudo-„Trilogie“ enthalten ist!!!! ein Beweis dafür ist zum Beispiel der Ausspruch aus § 11 von Im Lande des Mahdi I (2. Kapitel), der im direkten Gegensatz zum gegenwärtigen abscheulichen § steht: »Warum soll ich darüber streiten, wer Gott in der rechten Weise anbetet?« (gesprochen vom Reïs Effendina)!!!!! es ist eben dieser Anspruch mancher Christen an die Exklusivität ihres Weges („niemand kann gerettet werden, außer jenem Menschen, der nicht bloß an Jesus glaubt, sondern ihn auch noch gerade so und nicht anders als wir versteht“!!!!), der katastrophale, fatale Folgen haben kann und viel Leid unter die Menschen bringen kann!!!! es ist beschämend für Karl May, eine Stelle wie diese überhaupt je geschrieben zu haben. dasselbe gilt auch für die anderen religiös fanatischen Zitate in dieser Auswahl der schlechtesten Zitate aus Mahdi III: siehe besonders §§ 3, 4, 6!!! was ihre Intoleranz und Verblendung angeht, stehen sie den Aussprüchen der Taliban-Milizen in nichts nach; in diesem Maß intolerante Aussprüche sind durch nichts zu entschuldigen und rechtfertigen. glücklicherweise hat sich May aus dieser missionarischen Krankheit, in deren Verlauf (1896) er die angeleimten Kapitel des III. Mahdi-Bandes schrieb, bald genesen können: ab 1899 und dem Roman Am Jenseits stieg er zu seinem Spätwerk empor, das viele Kritiker für das Beste halten, was May je schuf. (vgl. Anm. #XX99.12XX zu Mahdi III.)
v.4 diesen Ausspruch soll man jenen intelligenten Aussagen aus Im Lande des Mahdi II gegenüberstellen, wo es unter anderem hieß: »[ich] will nur das, was ich kann« (§ 13) und »[ich kann] nicht alles, aber viel« (§ 37)!!! das, dort, war geistreich, intelligent – aber dies hier ist nur noch ermüdendes Aufprotzen!!! in der ständigen Wiederholung muss es dem Leser wirklich auf die Nerven gehen!!!!
v.42 vgl. Anm. #16.2 zu Im Lande des Mahdi III
v.5 Originalfußnote Karl Mays >>
v.6 ha, ha, ha!! vgl. Anm. #v.7
v.7 Gott sei Dank dafür! nach dem Vorzeigekitsch dieses §-en muss man davon ausgehen, dass alle detaillierten Beschreibungen Chartums eine nicht mindere Katastrophe gewesen wären. man ist als Leser froh, dass diese missratenen beiden angeleimten Abschlusskapitel von Im Lande des Mahdi III endlich zu Ende sind. das Christentum kann man nicht vorprogrammieren – auch das Schreiben von christlichen Pamphleten nicht. deshalb ist der 1896 angeleimte Teil von Im Lande des Mahdi III alles in allem so schauderhaft und exemplarisch für schlechte, kitschige Literatur – einer der Tiefpunkte in Mays Schaffen, so wie die ersten beiden Mahdi-Bände (mit den zu ihnen gehörenden ersten beiden Kurzkapiteln von Mahdi III) zu den Höhepunkten in Mays Schaffen zu zählen sind.
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